Unser A-Wurf: Die Geburt

Von Montag, 30. April, auf Dienstag, 1. Mai, hatten wir eine sehr unruhige Nacht. Ab 21 Uhr war Nona extrem unruhig, lief alle paar Minuten an die Terrassentür und wollte raus. Also immer rein und raus - bis zum frühen Morgen. Danach war ein paar Stunden Ruhe.
Gegen 11 Uhr am 1. Mai, dem 63. Trächtigkeitstag, setzten dann die Wehen ein, verbunden mit starkem Hecheln. Nona hatte eine gute Wehentätigkeit, doch irgendwie hatten wir den Eindruck, dass es nicht richtig vorangeht. Um kein Risiko einzugehen, riefen wir um 11.45 Uhr zunächst in der Tierklinik an. Dort sagte man, wir sollten bis 12.30 Uhr warten und dann, falls sich nichts getan hätte, noch einmal anrufen.
Das erschien uns recht spät. Deshalb riefen wir die Tierärztin an, die Notdienst hatte. Sie wollte eine Kollegin hinzuholen, um einen Kaiserschnitt zu machen, den sie bei Einfrüchtigkeit für angeraten hielt. Gegen 12.20 Uhr machten wir uns auf den Weg in die Arztpraxis. Zwischenzeitlich hatte Nonas Wehentätigkeit nachgelassen. In der Praxis mussten wir ein paar Minuten warten.

Als wir im Flur saßen, setzten Nonas Wehen wieder ein. Nach zwei Wehen und einem lauten Schrei von Nona (fast wie ein menschliches Aua) war das Hinterteil des Welpen zu sehen. Die Tierärztin kam herbei geeilt. Wir hoben Nona samt Körbchen auf den Tisch. Die Tierärztin öffnete die Fruchtblase und zog die Kleine, unterstützt von einer weiteren Wehe, sanft drehend nach draußen.
Nona bekam einen Schreck. Um den Welpen kümmerte sie sich nicht. Abnabeln und Fressen der Nachgeburt: Fehlanzeige. So nabelte die Tierärztin die Kleine ab und untersuchte sie. Dann konnten wir nach Hause fahren. Auch dort zeigte Nona der Kleinen zunächst die kalte Schulter. So haben wir Welpenmilch zubereitet und die Kleine, die von Beginn an erstaunlich lebhaft und mobil war, gefüttert. Immer wieder haben wir im Laufe des Nachmittags versucht, die Kleine anzulegen - ohne Erfolg. Nona verscharrte den Welpen sogar in der Wurfkiste unter den Decken. Mit viel Geduld und immer wieder neuen Versuchen war gegen 19.30 Uhr dann endlich der Bann gebrochen: Nona leckte die Kleine ab und ließ sie nicht mehr aus den Augen. Alles weitere findet sich in unserem A-Wurf-Tagebuch.